Hochsommer
Derzeit tobt sich der Hochsommer in unseren Regionen aus ( am Montag ging es los – Endlich ! ) doch seit gestern wissen wir zwei Dinge.
1. Morgen gibt es spätestens wieder durch unwetterartige Gewitter ne kräftige Abkühlung
2. So heiß wollen wir es nun doch nicht haben.
30 Grad in der Wohnung und 34.5 Grad an der “frischen” Luft, das ist dann auch mir eindeutig zu viel. Man duscht des Abends und ist eine Stunde später wieder durchgeschwitzt. Also Klimagerät einschalten – Fehlanzeige effektiv rechnet sich der Einsatz für max. 2 -3 Tage nicht wirklich. Der Energiebedarf eines solchen Klimagerätes ist dann doch enorm und sobald das Gerät aus ist, dauert es max. 1/2 Stunde und der Raum hat wieder “Wohlfühltemperatur” von 28 Grad erreicht – Nachteil der Dachwohnung.
Heute soll auf jeden Fall der Spitzenreiter in Sachen Temperaturen kommen. Örtlich teils bis zu 38 Grad ! Und dann noch Bahnfahren – Chaos. Am Mittwoch Abend durfte ich mir schon mal ausmalen, wie es sich anfühlt, wenn im ICE die Klimanlage aus geht – wenn gleich nur für 10 Minuten – ungemütlich. Zum Glück hatte ich nen kühlen Radler vor mir stehen, der mich ein wenig freundlicher stimmte ;-).
Die Frage, die ich hier eigentlich stellen möchte ich diese ? Sind diese Extremen Wettersprünge nun menschlich produziert oder im “irdischen” Zyklus verankert ?
Wenn man hier nun verschiedenen Stimmen lauscht, die in Presse, Rundfunkt und TV Statements von sich geben, so gibt es als Antwort ein klares Jaein. Ich bin kein Meteorologe oder Geologe, der sich hier mit der Thematik auskennt. Aber es liegt nun mal auf der Hand, das das Wetter ein sehr komplizierter Mikrokosmos ist, den schon geringste Abweichungen aus dem Gleichgewicht bringen lassen. Allein die höheren Temperaturen von Städten und Ballungszentren können hier auch eine tragende Rolle spielen, da allein die Kühlung der Gebäude, Technik Energie benötigt und als “Abfall” Wärme produziert, so dass hier fast schon eigene Temperaturzonen entstehen, die es früher einfach so nicht gab. Aber das Dilemma beginnt ja auch schon zu Hause. Kühlschränke, Gefriertruhen, Computer, Fernseher, etc. benötigen sehr viel Energie und produzieren hier auch Abwärme, die dann wieder im größeren Rahmen betrachtet ( auf den gesamten Ort ) auch wieder eine Veränderung der Temperatur veranlassen.
Sicherlich werde ich als technik liebender Mensch hier nicht gerade Freudensprünge machen, wenn es darum geht, Energie zu sparen und mal Geräte abzuschalten, aber dennoch habe ich heute morgen das Heimnetzwerk deaktiviert, so dass der HomeServer erst mal nicht mehr läuft und Daten vom Netzwerk nicht abrufbar sind. Dies ist jedoch nur eine Maßnahme, bis die Temperaturen sich wieder in ein wenig nach unten geschraubt haben. So versuche ich auch die Temperaturen zu Hause nicht unbedingt künstlich zu erhöhen und spare ein wenig Energie. Bei solch schönem Wetter muss die Glotze auch nicht den ganzen Tag laufen. Hockt Euch raus auf die Terasse, in den Garten, genießt ein gekühltes Getränk, lest ein Buch oder döst ein wenig auf der Liege. Wenn’s wieder regnet und kühler wird, dann gibt es noch viele Gründe nach drinnen zu gehen.
Nachrichten gibt es auch aus der Zeitung oder dem Radio ;-) Daher sollte man sich ruhig mal darüber Gedanken machen, wie man selbst einen Beitrag leisten kann, um Energie zu sparen, aber dennoch nicht auf Komfort zu verzichten.
Andererseites – hat die Natur schon immer sich selbst geholfen, und den Klimahaushalt in der Vergangenheit ins Lot gebracht, jedoch kann dies auch schmerzlich für uns Menschen enden – Tun wir etwas, damit es nicht zu solchen Szenarien kommt, die uns Hollywood dramatisch vor Augen führt. Wir haben es alle in der Hand.
Schwitzen wir heute noch einmal und freuen uns auf das kommende Wochenende.
